Race Driver: Grid - Erster Eindruck
Von Felix am 4. August 2008 |
Heute morgen hab ich mir Race Driver: Grid gekauft. Eigentlich wollte ich noch etwas warten, aber mein Cousin hat mich dazu genötigt, weil er endlich mal was mit mir über XBOX Live spielen will. Der hat zwar ca. 30 Spiele, aber keines, das ich auch hab.
Ich hatte schon viel gutes gehört über Grid und durch die Demo auch selbst schon gemerkt, dass es echt Potential hat.
“Hallo Felix!”
Das allererste was mir aufgefallen ist, das ich echt richtig cool fand war, dass man im Spiel mit seinem Namen angesprochen wird. Zu Beginn muss man ein Profil erstellen und sich einen Namen geben. Was mich stört ist, dass man einen Nachnamen geben muss, ich hätte mich gerne einfach nur Felix gennant. Weil ich da irgendwie nicht meinen echten Namen schreiben wollte heiße ich jetzt “Felix BBQ”.
Nachdem ich also meinen Namen vergeben habe und einen Schritt weiter gegangen bin kam eine Liste von Namen, in der Felix bereits markiert war. Einfach bestätigen und es folgt der gesprochene Satz: “Hallo Felix, Willkommen bei Race Driver Grid.” Das fand ich echt richtig geil, dass man da mit Namen angeredet wird. Klingt nicht so berauschend, ist aber cool. Auch während der Rennen kommen desöfteren Ansagen, in denen der Namen genannt wird.
Zum Glück wirkt das bisher allerdings nicht übertrieben oder künstlich, sondern fügt sich einfach gut ein. Es wirkt auch nicht so, als ob die Sätze aus Bausteinen zusammengewürfelt werden, sondern als ob tatsächlich zu jedem Namen die Sätze extra gesprochen wurden. Natürlich sollte man einen halbwegs gängigen Namen haben, damit er auch vorhanden ist. Ansonsten kann man sich so “coole” Namen wie Maverick oder Höllenfahrer verpassen.
Nochmal, bitte!
Was kann ein Rennspiel heute noch spielerisches bieten, das es noch nie gab? Codemasters hat etwas gefunden, das nicht nur spielerisch Sinn macht, sondern vor allem einen, allen Rennspielspielern gut bekannten, Pausenmenüpunkt namens “Neu starten” fast unnötig macht. Gerade bei längeren Rennen haben Fahrfehler gegen Ende des Rennens oft einen roten Kopf, eine Menge Wut und einen kaputten Controller zur Folge (gut, der kaputte Controller war nur einmal und war bei PES, aber es geht ja ums Prinzip. :ugly: Außerdem wollte ich eh mal nen neuen.^^), wenn man durch sie das gute Ergebnis eines sehr guten Rennens zunichte macht.
Race Driver: Grid löst dieses Problem höchst elegant. Man kann jederzeit das Spiel pausieren und eine Sofortwiederholung starten und sich die (geschätzten) zehn letzten Sekunden nochmal anschauen. Dieses Feature finde ich alleine schon cool und fehlt mir oft. Seit ich das damals in meinem ersten PC-Spiel und damit auch ersten Rennspiel Grand Prix 2 hatte möchte ich es immer immer immer haben. Einfach um sich coole Aktionen gleich nochmal ansehen zu können. Man kann zwar nach jedem Rennen das ganze Rennen nochmal ansehen, allerdings muss ich da eben immer erst vorspulen, bis zum gewünschten Moment.
In diese Sofortwiederholung kann man dann jederzeit wieder einsteigen. Soll heißen, man nimmt an einem früheren Zeitpunkt das Rennen wieder auf. Ist man also voll am Bremspunkt vorbei und deswegen in die Bande gerauscht, spult man einfach ein paar Sekunden zurück und fährt die Kurve ein zweites mal an.
Man kann mit der Funktion allerdings auch den anderen Fahrern eine zweite Chance geben. Z.B. bin ich einmal mit hoher Geschwindigkeit um eine Kurve gerast und sah mich plötzlich frontal einem anderen Auto gegenüber, das sich beim durchfahren der Kurve gedreht hatte. Der Zusammenstoß war unausweichlich. Also zurückgespult und wieder eingestiegen und der Gegner hatte sich diesmal nicht gedreht, ich musste also nicht ausweichen, sondern konnte die Ideallinie fahren, da die KI diesmal den Gegner anders hat fahren lassen.
Nicht berühren
Die KI finde ich bisher allgemein sehr gut gelungen. Man fährt mit bis zu 20 Gegnern auf der Strecke und dabei macht Grid nicht den Fehler, dass die alle brav auf der gleichen Ideallinie dahinzuckeln und man somit an engen Kurven mal eben 10 Autos überholen kann, indem man einfach vorbei fährt. Stattdessen handeln die Gegner alle sehr schlau, versuchen ihrerseits Lücken zu nutzen und machen die Kurveninnenseite dicht, wenn man sie überholen will.
Nur bei den Touge-Rennen war mir der Gegner etwas zu brav. Zunächst mal zu den Touge-Rennen. Dabei fährt man eine enge Bergstraße hoch, bzw. runter. Gegen einen Gegner. Diese Rennen gibt es tagsüber und nachts. Tagsüber sind die Strecken gesperrt für das Rennen. Das besondere an diesen Rennen ist, dass ein Berühren des Gegners absolut verboten ist und nach dem Prinzip “wer auffährt hat Schuld” kriegt man Strafsekunden, wenn man den Gegner beim Überholen rammt. Der Führende muss also geschickt die Kurven “zumachen” und keine Möglichkeit zum berührungslosen Überholen geben. Und genau das haben meine Computergegner bisher nicht gemacht, ich konnte problemlos in einer Kurve innen vorbeiziehen, als ich dann einmal vorbei war musste ich wiederum einfach innen bleiben, weil der Gegner kein Risiko mehr eingeht, selbst wenn er nur durch einen Sieg in diesem Rennen im Gesamtclassement vor mir sein kann.
Es ist allerdings möglich, dass die Gegner bei den Touge-Rennen noch etwas aggressiver werden, wenn ich in einen höheren Schwierigkeitsgrad wechsle. In den Nacht-Touge-Rennen, ist Rammen erlaubt und da die Strecken nicht gesperrt sind, ist sogar Verkehr auf der Straße, auf den man aufpassen muss. Leider kam davon noch keins, ich bin sehr gespannt.
Ansonsten gefällt mir die Aggressivität der Gegner im Spiel ganz gut und ist abwechslungsreich, manchmal sind sie brav, manchmal kriegt man aber auch einen kräftigen Schubser.
Das perfekte Spiel?
Das perfekte Spiel gibt es natürlich nicht. Grid ist aber zumindest auf einem guten Weg. Neben den bisher angesprochenen Dingen sieht es hammergeil aus, bietet sehr unterschiedliche Fahrzeuge, vom Mustang über Tourenwagen hin zu so offenen Formel-Wagen, die sich alle sehr unterschiedlichsteuern und, zwar nicht wahnsinnig viele, aber sehr unterschiedliche Kurse, darunter Stadtkurse, die oben genannten Bergstraßen und Rennstrecken, z.B. den Nürburgring und die Strecke in Le Mans, wo man am Ende jeder Saison am legendären 24h-Rennen teilnehmen darf (Im Spiel ein 24Min-Rennen). Und, das kann ich allerdings bisher nur aus zweiter Hand sagen, es soll online eine Menge Spaß machen.
Was ist also negativ? Eine Sache steht bereits im Forum, von Lepre angesprochen. Man qualifiziert sich nicht für die Rennen, sondern es wird einem einfach ein Startplatz zugewiesen, der meist ziemlich weit hinten ist. Die Rennen sind mitunter sehr kurz, oft nur 3 Runden, à 1 Minute. Da die KI-Gegner beim Start kaum Fehler machen muss man die also alle auf der Strecke überholen um zu gewinnen. Ein “normales” Überholen von 15+ Fahrzeugen in 3-4 Minuten ist aber kaum möglich, also muss man die Gegner in Kurven als Prellböcke benutzen um schnell voran zu kommen, was einfach weniger Spaß macht als richtig zu fahren und fair zu überholen.
Das zweite, was mir nicht gefällt sind die Drift-Rennen, die ich allerdings bisher nur aus der Demo kenne. Allerdings fand ichs da furchtbar und glaube auch nicht, dass es mir jetzt im Spiel besonders viel Spaß macht. Mal sehen…
Am Anfang verzeiht man viel, ich berichte dann nochmal wenn ich in ein paar Tagen/Wochen objektiver über Vor- und Nachteile reden kann.
Bisher macht es auf jeden Fall immensen Spaß und wenn es online auch so sein sollte, dann könnte ich da einige Zeit dafür opfern.
Was mal wirklich cool wäre, wäre, wenn man Wiederholungen als Videodatei speichern könnte. Aber auf sowas wartet man bestimmt vergeblich. :(
Also, jeder der eine XBOX, eine Playstation oder einen PC hat: KAUFEN!!!! :o
Liebe Grüße, vom ganz begeistertern
Update: Noch ein Video. Diese Strecke ist schon in der Demo enthalten. Ihr könnt in der ersten Kurve schon sehen, wie die Gegner die Räume zu machen und wie aggressiv die sind, wie sie am Kurvenausgang den Fahrer leicht rammen. Später sieht man das Schadensmodell, wie dem gelben Wagen die Stoßstange runterhängt und kurz vorm Ende rutscht einer von der Fahrbahn, das habe ich oben vergessen. Das finde ich auch sehr schön, dass die Gegner immer wieder Fehler machen. Außerdem werden alle Kamerapositionen mal durchgegangen. Ich fahr immer mit Stoßstangenkamera, also die wo man quasi vorne dranhängt.

9 Kommentare
haben die eigentlich im Vergleich zur Demo noch was am Fahrverhalten der KI geändert?
ich fand es immer nervig, dass ich wirklich nie ein Rennen ohne Blechkontakt gewinnen konnte.
Entweder musste ich mich durchdrücken oder ein KI-Fahrer hat mich gerammt wenn ich zurückhaltender gefahren bin.
Lustigerweise waren die Schäden wenn ich agressiv und mit rammen gefahren bin geringer als wenn ich zurückhaltend gefahren bin und dann von irgend einem von der Strecke gerammt wurde.
Ach ja, noch zum Driftrennen der Demo: ich hab das nie am PC hinbekommen und fand es auch nicht sonderlich interessant. Muss man die eigentlich im Spiel fahren oder kann man sie auslassen?
Also ich merke keinen Unterschied zur Demo, was die KI angeht. Allerdings ist es bei Tourenwagen durchaus normal, dass es zu Kontakt kommt. Kein mit Vollgas dem anderen reinrammen, aber son bisschen Geschubse und Gedrängel gibts da auch in echt.
Bei den Open Wheelern (so wie Formel 1 Autos) sind die Gegner auch vorsichtiger, weil da durch Berührungen schneller was kaputt geht und auch in den echten Formelklassen normalerweise jeder Kontakt vermieden wird.
Ich bin nicht ganz sicher, aber ich glaube man muss nicht unbedingt die Drift-Rennen fahren. Ich denke man kann auch genug Punkte machen um weiterzukommen ohne die zu absolvieren. Bisher bin ich noch keins gefahren. Aber mein Ehrgeiz ist dann schon groß genug zu versuchen da auch was zu schaffen. :D
Hab mir gerade einen Teamkollegen engagiert. Der war auch zuerst gar nicht schlecht, bei den ersten vier Rennen haben wir Doppelsiege eingefahren (dreimal ich erster, einmal er).
Aber bei Rennen Nr. 5 und 6 war er auf einmal nur noch zehnter und zwölfter, während ich brav beidesmal erster wurde.^^
Aber is irgendwie cool, mit Teamkollege zufahren.
na ja, gerade beim Tourenwagenrennen wurde ich in mindestens 3 von 5 Versuchen nicht durch Rammen nach vorne zu kommen entweder so angeschubst, dass es mich gedreht hat oder ich wurde gleich in ner Kurve mit Vollgas gerammt, da der KI-Fahrer mich als Bremse missbraucht hat ^^
Womit hast du gespielt?
Also ich hab in 95% der Fälle, wo man sich berührt keine Probleme das Auto abzufangen mit dem XBOX-Controller. Vll. fällts mir auch deswegen nicht so negativ auf. Ich find das eigentlich ganz cool, wenn die Gegner aggressiv fahren. :admin:
Du hast doch ne XBOX, lad da mal die Demo :banana:
Und dann kaufs und spiel online mit mir. :)
@Felix:
na ja, ok, ich hab’s mit der Tastatur gezockt, aber wenn das Heck mal am ausbrechen war hatte ich 0 Chance das wieder zu fangen ^^
@Felix:
also das erste mach ich auf jeden Fall mal ^^
Zweiteres mal gucken, ich hab eigentlich noch so viel zum zocken und spiel auch kaum noch ^^
@Jens: Mit Controller kommst du bestimmt besser zurecht. :banana:
Ich sag aber mal ganz selbstverherrlichend, dass ich auch relativ gut bin in solchen Spielen. Ich fahr auch ganz ohne Fahrhilfen wie ABS oder Traktionskontrolle. Macht irgendwie mehr Spaß, heißt aber auch, dass ich, wenns richtig zur Sache geht auch ohne Gegner in fast jeder Kurve beim Anbremsen oder beim Beschleunigen den Wagen abfangen muss, weil die Reifen blockieren oder das Heck beim Gas geben ausbricht.
[...] nur einen Tag nach dem ersten Post folgt schon der zweite zu dem Spiel. Ich bin immer noch ziemlich [...]
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