Der Schweizer in mir

Von Felix am 8. März 2009 | 5 Kommentare »

Irgendwas müssen mir meine Eltern verschweigen. Mir wird immer erzählt, dass ich ein halber Schwabe bin und sich meine genetische Vergangenheit außerdem in Schlesien, Österreich und Bayern abspielt. Aber das kann es nicht gewesen sein. Denn ich habe jetzt den Schweizer in mir entdeckt.
Und zwar geht es um Uhren und Exaktheit, das ist schließlich genau das, wofür die Schweizer bekannt sind. (Neben Toblerone und Jörg Kachelmann.) Ich bin die letzten drei Tage immer exakt um 11:30 Uhr aufgewacht. Na gut, nicht das erste mal aufgewacht, ich bin davor schon ein paar mal kurz aus dem Schlaf gerissen worden, hab jedoch immer ohne auf eine Uhr zu sehen gewusst, dass ich noch nicht in der Lage bin aufzustehen. Als ich mich dazu dann nach dem ca. fünften mal Aufwachen befähigt gefühlt habe habe ich jeweils auf meinen Wecker geschaut, der 11:30 Uhr angezeigt hat.

Schlimmer noch: Ich werde immer exakter. Heute morgen ist die Anzeige sogar in dem Moment, da ich draufgeblickt habe von 11:29 Uhr auf 11:30 Uhr umgesprungen. Eine innere Uhr, die sekundengenau das Leben in mir erweckt, muss einfach von einem Schweizer “gebaut” sein.

Auch meine Vorliebe für Schokolade wäre damit geklärt. Auch wenn diese ein eher schwaches Argument darstellt, demnach wären ja fast alle Menschen Schweizer. Aber auch meine Liebe zu Käse wächst und wächst. Früher hab ich lediglich zwei bis drei Käsesorten gegessen, langsam werde ich zum richtigen Käsefan.
Da sich das alles aber erst nach und nach entwickelt sind die Gene vielleicht doch keine Erklärung. Habe ich vielleicht einen Schweizer Parasiten in mir, der meinen genetischen Code verändert? Mit ein bisschen Pech fange ich in ein paar Wochen auch noch an Schweizerdeutsch zu sprechen, spätestens dann gehe ich zum Arzt.

Ein wenig Angst habe ich aber jetzt schon. Das alles erinnert mich irgendwie an Uriella, diese schweizerische Sektenführerin, die ständig das Ende der Welt vorhersagt. Aber was soll mir 11:30 Uhr sagen? Die Welt geht um 11:30 Uhr unter? An welchem Tag? Für mich könnte es der Mittwoch sein, wenn ich da die Matheklausur nicht bestehe, aber die Klausur ist von 9:00-11:00 Uhr. Vielleicht braucht der Weltuntergang aber auch 30 Minuten um in Fahrt zu kommen. Was Gott an 6 Tagen erbaut hat ist natürlich nicht von jetzt auf gleich zu zerstören, da braucht es schon etwas Vorlaufzeit.

Das Jahr 1130 kann es nicht bedeuten, das war ja bereits. Und der 30.11. oder der 11.30. kann es auch nicht sein, die gibts ja beide nicht. (update: fail. :o natürlich gibt es den 30.11. Da sieht man, wie verunsichert ich schon bin. :( )

Wahrscheinlich ist es alles doch nur Zufall, denn eine Eigenschaft, die mich zum Schweizer machen würde fehlt doch ziemlich: Das Geld. Wäre ich ein echter Schweizer bräuchte ich mich längst nicht mehr mit meinem 6 Jahre alten Röhrenmonitor und meinem 3 Zoll Fernseher (gefühlt) abgeben.
Im Endeffekt hab ich eben doch nur die coolste innere Uhr der nördlichen Halbkugel, gleich nach Chuck Norris.

Ein Vorschlag für Herrn Steinbrück!

Von Felix am 4. Februar 2009 | 4 Kommentare »

Lieber Herr Steinbrück!

Im Zuge der Bankenrettung wurden bereits 90Mrd. Euro in die Hypo Real Estate geblasen. Vornehmlich um Arbeitsplätze zu sichern. Das sind für jeden Mitarbeiter der Hypo Real Estate (laut Wikipedia 2000) schlappe 45 Millionen Euro.
Wie wäre es stattdessen die Bank aufzulösen, jedem dieser Mitarbeiter 1 Million Euro zu zahlen, dann können die sich ein schönes Leben machen. Von den dann übrigen 88 Milliarden Euro bekommt jeder Bundesbürger 1000€, die er sofort und in Deutschland ausgeben muss, um die Konjunktur anzukurbeln. Anlegen, vor allem bei Banken ist strengstens untersagt. ;)
Dann haben wir immer noch 6 Milliarden übrig, mit denen wir so großartige Dinge vollbringen könnten wie die Renovierung öffentlicher Gebäude, die Verkleinerung von Schulklassen und die Einstellung von dringend benötigten Polizisten.
Alternativ werden die 2000 Hypo Real Estate Mitarbeiter einfach zu Polizisten oder Lehrern umgeschult, sonst kriegen sie die Million nicht. 

Das bedeutet unterm Strich, mehr Geld für alle, 82 Millionen erfreute Menschen, die ihre 1000€ aufn Kopf hauen und wir sind diese lästige Bank los, die mit ihrer Unfähigkeit seit Monaten unsere Nachrichten verstopft.

Mit freundlichen Grüßen

Felix

Frauen

Von Simon am 29. Januar 2009 | Kein Kommentar »

Hier ein guter Tipp für alle verliebten Männer da draußen:

Lasst euch auf nichts ein! Frauen sind der letzte Dreck, behandelt sie auch so!

Ich garantiere euch, sie behandeln euch bestimmt nicht anders.

PS.: der Text spiegelt nur meine momentane Gefühlslage wider, nicht meine Meinung, wenn ich einem klar denkenden Gemützustand bin

PPS.: alle, die glücklich verliebt sind, können meine eintrag getrost ignorieren xD

€: eigentlich kann jeder diesen eintrag ignorieren, aber es tut gut, sowas mal festzuhalten :)

Warum sterben die Leute, wenn es einem zeitlich garnicht passt?

Von Martin am 28. August 2008 | 2 Kommentare »

Meine Großmutter liegt im Krankenhaus und ihr geht es sehr dreckig. Sie hatte schon vorher mit zwei verschiedenen Krebsarten zu kämpfen, vor ein paar Tagen erlitt sie noch dazu ein Nierenversagen. Selbst die Dialyse ist bei ihrem derzeitigen Zustand mit hohen Risiken verbunden und alle rechnen in naher Zukunft mit ihrem Tod. Und das, wo meine Eltern in ihren wohl verdienten Jahresurlaub drei Wochen nach Frankreich wollen. Nun müssen sie im Todesfall zurück zur Beerdigung.

Heute fuhr ich mit meiner Freundin zu Ihren Eltern. Wir wollen in den nächsten Wochen in Bochum eine Wohnung renovieren, wo wir Mitte September einziehen wollen. Heute starb ihr Opa. Eigentlich haben sie seit drei Monaten mit seinem Tod gerechnet, da er das Essen verweigerte und sterben wollte. Nur sein Körper hat sich dagegen gewehrt.

Der Vater meiner Freundin ist als Lehrer auf Kursfahrt in Berlin, ihre Mutter hat Schichten im Krankenhaus und ihr Bruder ist am Wochenende auf einem Festival und hat schon 80 Euro für die Karte ausgegeben. Wir fahren morgen nach Bochum, die Immatrikulation an der Uni abschließen, anschließend zur neuen Wohnung, klären, wann der Mietvertrag unterschrieben wird - ich war die letzten zwei Wochen in Sohland (Sachsen) und habe den Umzug Ende September vorbereitet.

Der Tod ist eine schlimme Sache für die Angehörigen, ein sehr schmerzlicher Verlust, auch wenn ich aus meinem christlichen Glauben heraus denke, dass es ihnen hinterher besser geht. Trotzdem habe ich ein flaues Gefühl wegen meiner Großmutter und irgendwie trifft mich auch der Tod des Opas meiner Freundin - auch wenn ich keinen direkten Bezug zu ihm habe, ich habe ihn nicht kennen gelernt. Ich wurde gefragt, ob ich eventuell zur Beerdigung mitkommen möchte, oder wenigstens mit nach München.

Trotzdem kommen diese Ereignisse sehr ungelegen. Sicher, meistens ist etwas anderes geplant und bei meiner Großmutter ist es nciht sicher. Aber irgendwie ist das, was mich gerade eben beschäftigt, dass der Tod von geliebten Menschen nicht planbar ist. Es stört ungemein. Den finanziellen Aspekt der Reisen will ich garnicht ansprechen. Aber bei der Verwandschaft meiner Freundin ist es gerade sehr schwer, das so einzurichten, dass alle da sind um Abschied zu nehmen. Die eine Tante aus München will das am Samstag machen, da kommt der Vater meiner Freundin aber gerade erst aus Berlin wieder. Die andere wills nicht am Sonntag, weil da was ist und im Laufe der nächsten Woche passt der ersten Tante nicht. Ich für meinen Teil kann mich um die neue Wohnung kümmern, wenn meine Freundin zur Beerdigung ist. Trotzdem käme ich mir seltsam vor, zwei Tage allein im Haus der Familie meiner Freundin zu sein. Besonders, da ich ständig an Sie und ihre Familie denken müsste. Ich weiss noch nicht, was ich tun werde. Da meine Eltern erst Ende September bei meinem Umzug helfen, haben wir etwas Zeit mit der Renovierung. Jedoch kommt direkt nach der Hoffnung, dass meine Großmutter nicht während der Urlaubszeit meiner Eltern stirbt, die Angst, dass sie in der Woche danach stirbt und dann platzt mein Umzug … .

Warum sterben die Leute, wenn es einem zeitlich garnicht passt? …

Tage voller Selbsterkenntnisse

Von Sensual am 25. Juli 2008 | Kein Kommentar »

Mein erster Eintrag beschäftigt sich einer Gefühlsfrage, ohne einen Klärungsbedarf zu verlangen, schließlich geht es um Gefühle.

Die Trauerphase nach einer Beziehung ist beendet, zumindest scheint es so, da sich das Gefühl einer angenehmen Aggression breit macht. Vielleicht kennt ihr das auch wenn ihr unmittelbar nach „verlorenen Dingen“ Traurigkeit oder Betrübtheit verspürt und in ein Loch fällt das unendlich scheinen mag.

An solchen Tagen richtet sich der Blick also nach innen. Man erforscht seine Gefühle, fährt mit ihnen Berg und Tal. Kommt einen Moment lang zur Ruhe. Besinnung. Um dann festzustellen, dass im Genuss der Ruhe die Flucht vor der unangenehmen Wahrheit steckt. Wer bin ich? Ich fühle mich innerlich stark wie schon lange nicht mehr und gleichzeitig total hilflos gegenüber unfairer Dialektik. Ich bin wütend. Aber das ist gut so, in der Momentaufnahme jedenfalls.

Wann sind wir endlich da?

Von Bernhard am 19. Juli 2008 | 4 Kommentare »

Ich weiß ja nicht ob es euch auch so geht, aber ich bin eigentlich ein recht ungeduldiger Mensch - sprich mir fällt es sehr schwer auf etwas oder jemanden zu warten - war damals als kleiner Junge extrem hart, als meine Eltern den Christbaum bestückt und mich immer mit den Worten: “Gleich kommt’s Christkind, dauert nimmer lang” vertröstet haben. Über die Zeit bin ich zum Glück(wobei es manchmal doch recht toll wäre nochmal jung und unerfahren zu sein) hinweg, aber die Ungeduld ist leider geblieben…

Wenn ich mir etwas im Internet bestelle, dann möchte ich das Teil sofort in den Händen und nicht erst eine Woche voll Ungeduld verbringen ehe man seinen Schatz in Händen halten kann.Sobald dann der Postbote klingelt wird das Paket freudenstrahlend (ok, ein bisschen übertrieben) in Empfang genommen, nur um es dann nach anfänglicher Euphorie gelangweilt in die Ecke zu legen wo es dann verstaubt.

Mein Lieblingsbuch

Von Bernhard am 17. Juli 2008 | 4 Kommentare »

Eigentlich wollte ich diesen Blogeintrag wieder mit dem Titel “Kennt ihr das auch…?” beginnen wollen, hab’ mich dann aber für den nicht weniger einfallslosen Titel “Mein Lieblingsbuch” entschieden.

Kennt ihr das auch(ja, ich weiß…), dass man aus einer Unmenge von gelesenen Büchern - in meinem Fall sinds nur ca. 30Stk,aber die Sammlung wächst - aus Langeweile immer wieder das gleiche Buch, sein Lieblingsbuch, herauszieht?

Und wenns bei mir nicht das Lieblingsbuch ist, dann wenigstens ein Buch von meinem Lieblingsautor, der übrigens der Autor von meinem Lieblingsbuch ist - der Kreis schließt sich also.

In meinem Fall handelt es sich dabei um das Buch “Sense” von Jörg Juretzka. Ich hab von diesem Autor schon mehrmals im Forum geschwärmt, aber bisher hat dem wohl noch keiner Beachtung geschenkt also muss ich schwerere Geschütze auspacken. Der Schreibstil von Juretzka ist meiner Meinung nach schwer zu beschreiben, denn es gibt kaum Bücher von anderen Autoren die einen ähnlichen Stil haben - zumindest sind mir (fast) keine bekannt. Er schafft es die Personen in seinem Buch mit allen Macken und Kanten detailliert zu beschreiben und einem immer mal wieder mit einem Wortwitz zu überraschen.

Die Hauptperson in den meisten Juretzka Romanen ist der Privatdetektiv Kristof Kryszinski, der sowohl auf Grund seines zumeist vernachlässigten Äußeren als auch der zahlreichen (schlechten) Angewohnheiten - rauch viel, trinkt viel, kokst viel, hasst elektronische Musik - nicht gerade als Idealbesetzung für diesen Beruf gilt.

Sense - Jörg Juretzka

Inhaltsangabe:

Kristof Kryszinski geht der ehrenwerten Profession eines Privatdetektivs nach, hat jedoch seine guten Jahre bereits weit hinter sich gelassen, wenn er sie denn überhaupt je erlebt hat. Selbst etwas heruntergekommen, liebt er alte japanische Schrottkarren über alles, lehnt kaum einen kräftigen Schluck ab und sucht dringend Aufträge, denn Bargeld hat er seit einiger Zeit nur von weitem gesehen. So nimmt er, wenn auch völlig verkatert, den Auftrag an, den verschwundenen Sascha “Pascha” Sentz zu finden, einen steinreichen Betreiber von Spielautomatenhallen, der nach einem abendlichen Abkassieren seiner Einnahmen nicht zu Heim und Herd zurückgekehrt ist. Kryszinskis Arbeitsmethoden erweisen sich nicht gerade als konventionell. Jeder systematischen Suche abhold, verlässt sich der Detektiv lieber auf seinen “bewährten” Instinkt. Zusammen mit Freund Scuzzi, einem Italiener ohne Italienischkenntnisse, aber äußerst gewandt im Umgang mit der Halbwelt, macht er sich auf die Suche nach Sentz. Um gleich alles zu verbocken. Doch Freund Zufall hilft. Kryszinski spürt den Automatenkönig auf, um sich sogleich mit ihm zu besaufen und am nächsten verkaterten Morgen vor dessen Leiche zu stehen. Wie erklärt man diese Geschichte den beiden Bullen, die ihn ohnehin in die Pfanne hauen wollen. Um aus dieser verfahrenen Situation herauszukommen, bedarf es nun echter Klasse.

von Amazon.de übernommen

Die Bücher von Juretzka werden zwar als Kriminalromane gelistet, kommen von der Spannung aber bei Weitem nicht an die Romane von anderen Autoren heran (z.B: Mankell). Also wer auf Spannung bis zum Schluss steht sollte besser die Finger von Juretzka lassen. Wer aber Bücher in einem lockeren Stil sucht, die kriminaltechnisch angehaucht sind und mit ironischen Bemerkungen gespickt sind, die nicht durch eine vermurkste Übersetzung verloren gehen, der wird mit Juretzka sicherlich glücklich.

Habt ihr ein/einen Lieblingsbuch/Lieblingsautor?

Urlaub, Bilder, Erinnerungen

Von Felix am 17. Juli 2008 | 9 Kommentare »

Jetzt auch mal mein erster Beitrag.

Hier wird ja fast nur über Murphy und Urlaub geredet, gerne auch mal im gleichen Beitrag. Also mach ich das auch. Nur, dass ich den Murphy weglasse.
Also Urlaub. Das Problem ist, dass ich die letzten Jahre nie wirklichen Urlaub gemacht habe. Die einzigen beiden “Urlaube” waren die Abifahrt und die Studienfahrt. Erstere ging nach Kroatien, letztere nach Irland. War beides sehr schön, aber so wirklich Urlaub ist das ja auch nicht, so mit der K13 unterwegs zu sein.

Mein letzter sonstiger Urlaub war 2003. In Italien, mit meinen Eltern und meiner Schwester. Danach hatte ich eine Phase, in der ich nicht wegfahren wollte. Inzwischen würde ich aber mal wieder sehr gerne 1 bis 2 Wochen verreisen. Aber mal abgesehen davon, dass die Zeit kaum da ist, fehlt mir leider auch das Geld grad. :/

Also hab ich gestern mal alte Bilder durchgeschaut. Und zwar die, von vor 2003, also noch zu Analogzeiten, als ich noch keine Digicam besaß.
Da waren natürlich die obligatorischen Schulausflüge dabei: Orientierungstage (auch als Besinnungstage oder KKK-Tage bekannt) und der Austausch mit der französischen Partnerschule in der Nähe von Grenoble. Da werden wieder Erinnerungen wach. Wie schön waren doch die 5.-9. Klasse.

Außerdem waren noch die Bilder der Ballonfahrt im Allgäu dabei, die damals mein Vater zum 50. geschenkt bekommen hat, und wo ich dann auch mit durfte. :D
Am Ende einer solchen Ballonfahrt wird man “getauft”. Das läuft so ab, dass einem die Haare angezündet und dann mit Sekt gelöscht werden. Stinkt ohne Ende, sowohl die verbrannten Haare, als auch der Sekt der dann in den verbrannten Haaren klebt. Und weil man Ballonfahrten im Sommer meistens frühmorgens macht (wir sind um halb sechs abgehoben), darf man den ganzen Tag so rumlaufen. Wir haben danach noch meinen Cousin besucht. Der Grund warum die Taufe durchgeführt wird ist natürlich Tradition. In den Anfangszeiten durften nur Adelige Ballonfahren (oder vll. konnten es sich auch nur die leisten). Auf jeden Fall mussten dann alle Nicht-Adeligen hinterher getauft werden. Man bekommt dann auch so einen Pseudo-Adeligen Namen. Ich bin “Herzog Felix, vom schrägen Zeigefinger Gottes, hinter Oberstdorf.” Inklusive Urkunde, ausgestellt am 14.07.01. Also vor ziemlich genau sieben Jahren. Der “schräge Zeigefinger Gottes” ist die Skisprungschanze in Oberstdorf, die wir direkt nach dem Start gesehen haben. Übrigens wurde uns damals gesagt, dass man diesen Namen immer wissen muss. Und falls einer, der schonmal Ballongefahren ist einen Anderen nach dessen Namen fragt und er seinen nicht weiß, so muss er eine Runde Schnaps ausgeben.

Aber eigentlich sollte es ja um Urlaub gehen. Ich hätte anzubieten, Portugal und Frankreich. Eigentlich schon erstaunlich, wie oft ich schon in Frankreich war, wo ich Frankreich doch so hasse (oder gerade deswegen?!). Ich glaube sogar wirklich meine Eltern haben mit mir in keinem anderen Land öfter Urlaub gemacht. Wir waren dort einmal auf einem Campingplatz, sind zweimal mit einem Hausboot rumgeschippert und sind einmal kreuz und quer durch Frankreich gefahren, auf einer dreiwöchigen Tour mit Wohnmobil.

Interessanteste Stellen bei der Wohnmobiltouren waren die Dune de Pylar an der Atlantikküste im Südwesten Frankreichs und Mont St. Michel an der Nordküste.
Die Dune de Pylar ist die größte Düne Europas, im Sand raufsteigen war schon ganz schön anstrengend, weil man immer abrutscht. Dafür konnte man dann den Snowboardern bzw. Sandboardern beim Sanddüne runterfahren zuschauen, war eigentlich ganz lustig, nur dass es für die wohl auch sehr anstrengend war immer wieder hochzulaufen.
Der Mont St. Michel ist ein Fels, der bei Flut vom Meer umströmt wird, auf dem ein Kloster errichtet wurde. Auf diesem Bild sieht man die Situation bei Ebbe. So kann man auf dem Sand um die Insel laufen, muss aber aufpassen, dass man rechtzeitig wieder auf dem Fels ist, bzw. auf dem Damm den man rechts unten sieht. Die Flut kommt nämlich tatsächlich sehr plötzlich. Man sieht den kleinen Fluss, der dort ins Meer mündet. Wir sind den Fluss entlanggewandert, während die Flut kam und da kamen wirklich innerhalb von ca. 5 Min zwei richtige Wellen, die den Fluss landeinwärts entlangliefen. Das war sehr komisch, der Fluss war ganz ruhig, dann kam die erste Welle, so 20cm hoch, nachdem die an uns vorbei war war der Fluss wieder ganz ruhig, nur jetzt eben 20cm höher. Und das gleiche ist kurz darauf nochmal passiert.
Den Damm gab es früher nicht, da war der Felsen bei Flut tatsächlich eine echte Insel, abgeschnitten vom Festland. Es gibt auch wieder Überlegungen den wieder wegzureißen, weil durch den auch sich immer mehr Landmasse ansammelt und der Fels kaum mehr wirklich im Meer liegt, wie früher.
Da hochsteigen war übrigens auch anstrengend.^^
Der Rest der Reise war auch ganz in Ordnung, blöd waren die Regentage, weil man in so einem Wohnmobil nicht wirklich viel tun kann. Außer Lesen. Ich hatte damals meine XBOX ganz neu und einige XBOX-Magazine dabei. Die hab ich mehrfach komplett durchgelesen, egal ob ich mich überhaupt für die einzelnen Spiele interessiert habe, oder nicht.

In einem Hausboot ist es ähnlich, bei Regen, wobei man hier halt immer noch die Beschäftigung des Bootfahrens hat. Das geht zwar sehr langsam und gemächlich, aber man sieht dadurch einiges von der Landschaft. Hektisch wirds immer an den Schleusen, vor allem wenn man das noch nie gemacht hat und jeder Angst hat irgendwas falsch zu machen. Einer fährt immer das Boot rein, und zwei andere (einer am Bug, einer am Heck) schmeißen Seile um die Poller am Schleusenrand um das Boot beim Hoch- bzw. Runterfahren zu stabilisieren, wenn das Wasser rein- bzw. rausschwappt. Mit ein wenig Erfahrung geht das alles ganz locker, aber die Neulinge erkennt man daran, dass sie ganz hektisch versuchen ihr Seil irgendwo rumzuwickeln.
Richtig cool ist das nächtliche Ankern mitten im See. Morgens aufwachen, aus dem Fenster schauen und eine riesige Wasserfläche vor sich zu haben ist schon cool, irgendwie. Außer zweimal in Frankreich sind wir auch einmal in Irland und zweimal in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Hausboot rumgefahren.Die Müritz
Wahnsinn, das kommt mir alles garnicht so oft vor, erst jetzt, wo ich mich dran erinnere fällt mir das alles wieder ein… Daran merkt man, dass meine sämtlichen Urlaube lange zurück liegen. Mecklenburg-Vorpommern, das Gebiet um die Müritz (ein See mit Artikel ‘die’ :eek: ), dem See mit der größten Fläche in Deutschland; Bodensee ist noch größer, liegt allerdings teilweise ja in Österreich und Schweiz, ist übrigens landschaftlich sehr schön. Ich stelle hier mal drei Bilder von der Bootsfahrt ein. Das erste ist die Müritz, die wir zu dem Zeitpunkt zur Hälfte hinter uns gelassen haben. :D Das “nervige” ist, dass man auf den Seen verpflichtet ist ScDie Landschaft in Mecklenburg Vorpommernhwimmwesten zu tragen. Und angeblich wird da auch sehr drauf geachtet und wenn man erwischt wird kostet es ziemlich viel. Nur sind diese Dinger an so heißen Sommertagen nicht wirklich angenehm zu tragen.Sechzig!!!!!
Das zweite Bild zeigt so ein wenig die idyllischen Wege, die man da entlang fährt. Und das dritte, naja, irgendwie müssen im hohen Norden ja Heimatgefühle aufkommen. ;)

So, jetzt hab ich einiges erzählt, obwohl ich eigentlich nur von den Bildern reden wollte, die ich gestern angeschaut habe und welche schönen Gefühle und Erinnerungen dabei aufkommen. Wären die alle digital vorhanden gewesen hättet ihr jetzt noch mehr zum anschauen, aber zum einscannen war ich jetzt auch zu faul.

Jetzt, wo ich das alles geschrieben habe bin ich doch selbst erstaunt, wo ich schon überall wie oft war. Wird Zeit, dass ich Geld auftreibe und mal wieder Urlaub mache. WIrd aber eh frühestens nächsten Sommer was. Weil im Winter will ich wieder Praktikum für die Uni machen und ich befürchte, dass dann keine Zeit mehr ist. Naja, genug Zeit ein paar hundert Euro zu sparen, verdienen, gewinnen, oder so. :D

So, Gratulation an alle, die bis hierher durchgehalten haben. Ich glaube ja, das ist wie bei Kommentaren zu DVDs, da schalten die meisten Leute irgendwie nach 30 MIn oder so ab (ihr habt bestimmt auch alle bei der Dune de Pylar zum Lesen aufgehört ;) ), hab ich mal gehört. Ich hab mir da schon einige ganz angehört, vor allem die von Simpsons sind ganz cool, weil die echt jede Folge komplett zuquatschen. Aber eigentlich wollte ich ja jetzt Schluss machen. :irre:

Also dann,
schöne Grüße

Felix

Urlaub…

Von Vinum am 17. Juli 2008 | 1 Kommentar »

ist schön solange man welchen hat! meiner hat heute, genauer um 12Uhr, angefangen, entsprechend schön find ich die sache zur Zeit. Und diesen Tag will ich mit einer Premiere feiern…mein erster Blogeintrag hier und auch generell…

Vorstellen muss ich mich hier in der Runde ja wohl nich, bin ja dank meines Musikgeschmacks hinreichend bekannt :-D

nun den, mal schaun was mich im Urlaub so alles erwartet, wenn was spannendes dabei ist werde ich wohl wieder mal den Weg hier hin finden und es euch mitteilen :)

zum allgemein vorrherrschenden Thema der Murphy´s Law:

mich treffen sie in entspannter regelmäßigkeit beim bespannen meines Tennisschlägers, weil diese Maschine bei jedem benutzen anders zu Funktionieren scheint als ich es vom Letzten Mal in errinnerung hatte… Bisher hab ich da auch noch keine Lösung für finden können was mir jedesmal mindestens eine Sehne zerreist.

So, ich werde mich jetzt mal ganz meiner Urlaubsstimmung hingeben und mein Zimmer aufräumen!

Nicht mehr lang…

Von Jens am 15. Juli 2008 | 3 Kommentare »

So, heute hab ich eine Klassenarbeit geschrieben…

Mein Platz im Klassenzimmer

… Steuerrecht, ein Fach das irgendwie seltsam ist. Es kann recht interessant sein, aber oft ist es einfach nur langweilig, nervig, schwierig,…

Auf jeden Fall war die Arbeit ein Schuss in den Ofen, aber ich freue mich trotzdem darüber, dass wir sie geschrieben habe. Immerhin war es jetzt die letzte des Schuljahres.

Das heißt bald sind endlich Ferien und auch der Alltag wird jetzt auch entspannter.

Ich freu mich :-D

Gruß

Jens